It´s called CROSS MEDIA, baby!

Mein allerliebstes deutsches Dokumentarfilmfestival ist das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm kurz DOK Leipzig welches jedes Jahr im Oktober statt findet. Die wirklich ausgeprägte Affinität für das Festival kommt einerseits durch meine langjährige berufliche Verbindung zum Festival (der tollste Job während und kurz nach meiner Studentinnenzeit) und andererseits durch meine ebenso fast grenzenlose Begeisterung für das Medium Film und alles was dazu gehört. Glücklicherweise bot sich mir auch bei der diesjährigen 55. Ausgabe von DOK Leipzig die Möglichkeit einen kleinen Teil meines Könnens zum Gelingen des Festivals beizutragen. Und gleichzeitig habe ich wunderbare Filme sehen können, spannende Podiumsdiskussionen mitbekommen und tolle Parties erlebt. Kurz: I ♥ DOK Leipzig.

Foto 13.12.12 17 46 57Warum diese vielen einleitenden Worte? WEIL ich heute von einer ganz fantastischen Entdeckung auf dem Festival berichten möchte. Am Festival-Donnerstag wartete ich zusammen mit gefühlten 384 anderen Menschen auf den Beginn des allerersten Cross Media Screening bei DOK Leipzig (kuratiert von Ilo von Seckendorff, moderiert von Frédéric Dubois). Natürlich habe ich mich unheimlich gefreut, dass das Festival dieses recht unkonventionelle dokumentarische Medium mit ins Programm aufnimmt. Hier die Beschreibung aus dem DOK Industry Pocket Guide:

The cross media screenings offer 360°productions asa live cinema experience for the big audience. Producers and leading creators guide through their projects and allow first acces to and an impression of the world of non-linear stories. The screenings want to give an overview of the structure, outline and possibilities of current cross media productions. They explain topics in greater detail, with more background information and demonstrate the creative use of the interactivemodules of a project.

Bei diesem allerersten und restlos ausverkauftem Cross Media Screening wurden folgende Projekte vorgestellt:

Neon Bible  Sprawl II by Vincent Morisset (interactive music video, 2011, Canada)
Frontier Portraits by Tawan Arun and Joris Rühl(webdocumentary, 2011, Germany)
Highrise: One Millionth Tower by Katerina Cizek (multimedia documentary, 2011, Canada)

Alle Projekte sind faszinierend. Am meisten hat mich allerdings die, nennen wir es mal, Trimedialität von Sprawl II angesprochen: Musik (You rock, Arcade Fire!), Video und interaktive Nutzerführung. Fantastisch! So sieht für mich die Mediennutzung 3.0 aus.

Katerina Cizek hat noch ein Teilprojekt von Highrise: One Millionth Tower  vorgestellt, was mich auch in seinen Bann gezogen hat: Out my window

Für die Zukunft der Medien wünsche ich mir, dass sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den angestrebten Verjüngerungskuren stellen und Projekte, wie die hier vorgestellten, mehr und mehr unterstützen.

Thanks dear DOK Leipzig-enthusiasts for reclaiming the vision.

Ein Gedanke zu „It´s called CROSS MEDIA, baby!

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