„Lit“ und „Pop“ – Zeitgeist nonstop

Seit 109 Jahren prägt der Turm des Neuen Rathaus die Silhouette der Stadt Leipzig. Nähert man sich dem Gebäude erkennt man an der Fassade einige Symbole und Figuren. Auf diese Weise haben sich damals namenhafte Künstler an der Gestaltung beteiligt. So sind dort die Vertreter der Justiz, der Wissenschaft, des Handwerks, der Musik und auch der Buchdruckerkunst zu sehen.

Seit 7 Jahren taucht die Sputnik LitPop einen Abend lang die sogenannten heiligen Hallen des Verwaltungsapparates in buntes Licht und prägt damit die Party-Szene rund um die Leipziger Buchmesse. Künstler aus Literatur und Popmusik verbinden sich zu einer Symbiose aus Lesung, Konzert und Poetry-Slam und das in außergewöhnlichen Räumlichkeiten. Wo sonst eher politische Debatten heißlaufen, tanzen an diesem Abend unzählige junge Menschen und lauschen Lesungen wie auch Wortgefechten der anderen Art.

Egal ob in den Wandelhallen und Sitzungssälen, egal ob man es sich auf dem Boden gemütlich macht oder auf dem Podium sitzt, an diesem Abend verweilt jeder in seiner liebsten Zuhörposition.

via facebook.com/auslisten

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Eine Party, die nicht wie andere erst spät in der Nacht startet, weit gefehlt! 18:30 Uhr beginnt die fulminante Inszenierung. Autorinnen und Autoren, wie beispielsweise die GQ Kolumnistin Paula Lambert oder der bekannte Schriftsteller Edgar Rai, werden Passagen aus ihren Romanen zum Besten geben. Der Intro-Redakteur Felix Scharlau etwa ließt aus seinem Zweitlingswerk  „Fünfhunderteins –  Ein DJ auf Autopilot“ über DJ Moonshine, der den Weltrekord im Auflegen knacken möchte, was perfekt ins Thema passt – „Lit“ und „Pop“ eben.

Fließend geht es in dieser Nacht vom geschrieben Roman, über den gereimten Vers hin zum melodischen Songtext. Der geneigte Textliebhaber hat somit auf der Sputnik LitPop die Wahl zwischen vielfältigen Formen der Wortdarbietung – auf dem Podium, der Tanzfläche oder im Ratssaal. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Oben drauf gibts noch dazu diverse musikalische Interpretationen zum Beispiel vom englischen Singer – Songwriter Ricky Dean Howard oder einiger nicht ganz unbekannter Schallplattenunterhalter wie Markus Kavka sowie den Polyester-Klubern Mr. Olsen & Senior Beats.

Und immer daran denken: Der Amtsschimmel will ordentlich entstaubt werden – am besten zusammen mit netten Leuten, tanzend und inklusive guter Laune.

Sputnik LitPop 7
15. März 2014
Neues Rathaus Leipzig
Beginn: 18:30 Uhr

www.litpop.de

www.sputnik.de

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bye bye musik.

Neulich erst habe ich sie live gesehen beim City Crash 4.0 im Werk 2 in Leipzig und plötzlich ist ihr Debüt die „CD der Woche“ von MDR Figaro: Herzlichen Glückwunsch an die Leipziger Überband „byebye„.

Ich find euch super. Genau der richtige Sound für laue und manchmal verregnete Sommernächte. Und eure Bühnenshow macht unheimlich viel Spaß. Lieber Olli, deine kleine Entschuldigung, dass du nicht so gut rappen kannst, während du mir deine Visitenkarte in die Hand gedrückt hast, war echt niedlich. Das mit dem Rappen ist nicht so wild, denn euer Umgang mit der Sprache und all ihren Tücken ist faszinierend.

Übrigens, am 08.08.2013 kann man diese Kunst ab 20 Uhr live erleben auf den Terrassen der Moritzbastei Leipzig.

Hier ein kleiner Vorgeschmack des Erstlingswerks „Du weisst wieso“

(Danke an Mephisto 97.6 für das Studiovideo)

Game Music.

Neulich nahm ich an einer Verlosung eines Filmpaketes des Kinderfilmblogs teil. Das scheint zunächst nicht sehr spannend, war es aber. Um an der Verlosung teilzunehmen, bat Rochus Wolff, der Autor und Créateur des Blogs, seine Leserinnen und Leser über ihre ersten Erfahrungen mit Computerspielen zu berichten, sprich was und wann. Ich fand die Frage sehr spannend, da ich mich früher eher weniger mit Computerspielen auseinandergesetzt habe. Beim intensiven Nachdenken über das WAS und das WANN, fiel mir auf, dass ich mich doch getäuscht hatte in meiner bisherigen Annahme und ohne es bewusst wahrzunehmen recht häufig mit Computerspielen in Kontakt gekommen bin. Denn mit dem Wandel der Technologie, hat sich auch meine Definition von Computerspielen gewandelt. Ganz besonders in Bezug auf meine persönliche Handy-Smartphone-Entwicklung.

Am Ende dieses intensiven Denkprozesses, stellte ich das Bedürfnis fest, mich intensiver mit unzähligen Musikstücken zu befassen, die immer auch Teil meiner Game-Erfahrung waren und sind. Manchmal summe ich noch heute gedankenverloren die Titelmelodie des Klassiker Tetris vor mich hin. Oder gehe im Kopf eine Schnipps-Strategie durch, wenn ich irgendwo das Angry Birds-Theme höre, selbst wenn es zwei Sitzreihen vor mir im Zug zu hören ist.
Und das alles ziemlich unbewusst um ehrlich zu sein.

Deswegen freute ich mich umso mehr über den Beitrag von Deutschlandradio Kultur über Angele Dubeau und La Pieta mit ihrem Album Game Music * Musique de jeux video (leider lässt sich der Beitrag nicht mehr online finden, sonst hätte ich ihn hier gerne verlinkt). Dubeau´s Musik ist für mich eine sehr freudige, erfrischende und herzliche Erfahrung. Wie oft habe ich bei diversen Einspielungen geschmunzelt und mich über den Varietätenreichtum des Albums erfreut.

Und wie cool ist denn bitte diese wirklich tolle klassische Version des Liedes der kleinen fliegenden Vögelchen?